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Geschichte

Bereits in der Jungsteinzeit (vor über 3000 Jahren) war unsere Gegend besiedelt. Das bezeugen Funde von einfachen Feuersteinwerkzeugen, die in unserem Dorf gemacht wurden. Aus späteren Epochen stammen ausgegrabene Gegenstände (Dolch, Beil) aus Bronce.

Zur Zeit der Kelten (Helvetier) im 1. Jahrhundert v. Chr. muss bei uns bereits eine Siedlung bestanden haben, denn an mehreren Stellen wurden Gräber mit menschlichen Skeletten und Schmuckstücken entdeckt. Bei Grabarbeiten für die Güterzusammenlegung um 1945 stiess man auf zahlreiche Knochen keltischer Haustiere (Torfrind, Torfschwein und Pferd).

In der anschliessenden Römerzeit war das benachbarte Petinesca von grosser Bedeutung. In unserem Dorf hat man aus dieser Epoche lediglich ein paar Münzen und einige kleine Werkzeuge gefunden.

Als die Römer um 400 n. Chr. unsere Gegend verliessen, besetzten die Alamannen grosse Teile der heutigen Deutschschweiz und gründeten neue Dörfer. Viele heutige Ortschaften mit der Endung  «-ingen» dürften alamannischen Ursprungs sein.

Urkundlich wird unser Dorf erstmals im Jahr 1223 durch einen «Gerlacus de Butingen» erwähnt. Sogar ein Ritter Jakob von Büetigen lebte um 1250 in unserem Dorf. Allerdings gab es hier weder ein Schloss noch eine Burg. Der gut versteckte und heute noch sichtbare «Zwingherrenhubel» (Burghubel) im Büetigenwald war keine Ritterbehausung sondern diente in kriegerischen Zeiten der Dorfbevölkerung als befestigtes Versteck (Fliehburg).

Im Mittelalter gehörten viele Güter in unserem Dorf dem Kloster Frienisberg, und unsere Bauern mussten hier ihren Zehnten abliefern. Auch nach der Reformation (1528) war unser Dorf der Landvogtei Frienisberg und später dem Amt Büren zugehörig. Unser erst im Jahr 1935 gezeichnetes Dorfwappen zeugt davon: der Stern von Frienisberg und die Tatze von Büren.

Büetigen zählte ums Jahr 1800 zirka 230 Einwohner, welche in 40 Gebäuden wohnten. Einen Aufschwung erlebte unser Dorf, als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Seeland Eisenbahnlinen gebaut wurden und die Juragewässerkorrektion durchgeführt wurde. Nun blieben grosse Überschwemmungen aus, und dank der neuen Verkehrsverbindungen war Büetigen nun besser erschlossen. Noch bis 1925 verkehrte in unserem Dorf eine Postkutsche, welche dann vom Postauto abgelöst wurde.

Von 1943 – 1952 wurde eine Güterzusammenlegung durchgeführt, welche unsere Kulturlandschaft nachhaltig veränderte. Zum Gedenken daran errichtete man das Denkmal im Grien und pflanzte die Pappelallee entlang dem begradigten und zum Teil eingedolten Büetigenbach.

1939 wurde das heutige Schulhaus gebaut, welches in den 60er-Jahren einen Ostanbau erhielt.

1972 wurde am Pappelweg das Mehrzweckgebäude errichtet, das nebst dem Versammlungssaal hauptsächlich als Feuerwehrmagazin und Militärunterkunft diente. 2005 konnte die Lindenhalle eingeweiht werden, die von unserer Schule und den Vereinen rege benützt wird.

 

Weitere interessante geschichtliche Begebenheiten finden Sie in unserer Dorfchronik «Büetigen – Ein Dorf am Rande des Grossen Mooses».

Dieses Buch kann auf der Gemeindeverwaltung eingesehen und auch gekauft werden.

 

 

"Auf rotem Grund eine von rechts kommende Bärentatze
mit einem darüberstehenden Stern, Tatze und Stern silbern."